Anglerboote – was ist zu beachten?

Anglerboote

Foto: Bruce Fingerhood

Viele Angler nutzen einen schwimmenden Ansitzplatz – ein Boot. Dabei sind die Ausprägungen, Bauformen und Größen zum Teil höchst unterschiedlich.

Bei der Nutzung eines Anglerbootes gilt es, neben technisch bedingten (Motorisierung, Zuladung, etc.) Besonderheiten, auch rein rechtliche (schließlich handelt es sich um ein Wasserfahrzeug, das am Verkehr teilnimmt) Regelungen zu beachten.

Eine der Fragen, die in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt werden, lautet: „Muss ich mein (Schlauch)Boot anmelden und wenn ja, wo und wie?

Anglerneuigkeiten.de hat dazu exemplarisch für das Land Brandenburg einige interessante Links zusammen getragen, die zumindest den Einstieg in eine tiefergehende Recherche ermöglichen sollen.

Auf den Service-Seiten des Landes Brandenburg findet man zu diesem Thema unter anderem folgende Ausführungen:

Boot, anmelden
Leistungsbeschreibung

  • Nach einer Erstüberprüfung oder durch eine CE-Komformitätserklärung (ersetzt die Einzel-Zulassung) wird eine Zulassungsurkunde ausgestellt und das amtliche Kennzeichen zugewiesen.
  • Die Zulassungsurkunde wird nur befristet ausgestellt. Bei der Erstzulassung von Neubooten maximal 10 Jahre.
  • Die Behörde kann die Zulassung bedingt, unter Auflagen und Einschränkungen, insbesonders auf bestimmte Gewässer oder Gewässerteile, auf bestimmte nautische Verhältnisse (höchstzulässige Wellenhöhe und Windstärke) sowie unter Festsetzung bestimmter Verwendungszwecke erteilen.

Für Motorboote können je nach Art des Bootes, der Größe und der Motorstärke folgende Ausrüstungsgegenstände bei der Zulassung vorgeschrieben werden:

  • pro Person an Bord eine Rettungsweste
  • ein Rettungsring
  • ein Anker mit ausreichend Ankertrosse
  • Ruder oder Paddel
  • Feuerlöscher Brandklasse A, B und C mit mindestens 2 kg Füllmenge
  • Bordapotheke
  • Bootshaken
  • Ösfaß, Handsöße oder Lenzpumpe
  • Positionslichter
  • Signalmittel
  • Bootsleinen – zum festmachen vom Boot (mindestens 6 mm Durchmesser)

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg (WSA) stellt auf seiner Webseite eine ausführliche FAQ-Sektion zur Verfügung, in der unter anderem Folgendes zu lesen ist:

Frage: Wann brauche ich ein amtliches Kennzeichen für mein Kleinfahrzeug?
Antwort:
Ab einer Motorleistung von mehr als 2,21 kW (3 PS) und bei einem Segelboot ohne Motor ab einer Gesamtlänge von mehr als 5,50 m […]

Und nicht zuletzt findet man auf der Webseite des Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes die bundesweit gültige „Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschifffahrtsstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen – Binnenschifffahrt-Kennzeichnungsverordnung (KlFzKV-BinSch)

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