Staustufe in Österreich nicht umweltverträglich?

Österreich - LandesflaggeDas Team von anglerneuigkeiten.de bittet um Unterstützung für die Angelfreunde von „Rettet die Mur“ in  Österreich.

Österreich ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen – Angeln ist ein Grund dafür. Interessante Angelteiche, herrliche Fließgewässer, die insbesondere Fliegenfischer begeistern, sind ein genauso lohnendes Ziel, wie die herrliche Natur. Viele freundschaftliche Kontakte haben sich zwischen den Vereinen aus Deutschland und Österreich entwickelt. Aber auch unsere österreichischen Freunde müssen sich gegen den Verbau von Gewässern zum Wohle der Fische wehren.

März 2011 Übergabe von über 30.000 Unterschriften gegen die geplanten 5 Staustufen

 

Staustufe Graz/Puntigam nicht umweltverträglich!

Diese Woche findet die mündliche Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) statt. Bereits im Vorfeld ist klar, dass der Bau eines Kraftwerkes in Puntigam verschiedene Verschlechterungen mit sich bringen würde. Das Kraftwerk ist daher nicht umweltverträglich.

Rund 20 Gutachter des Landes haben das Projekt vorab bewertet. In folgenden Fachbereichen zeigten sie eindeutig, dass der Bau einer Staustufe in Graz  negative Auswirkungen oder Verschlechterungen für die Stadt und ihren Fluss bedeuten würde:

  • Gewässerökologie
  • Hydrogeologie (Trink- Brauch-  und Grundwasser)
  • Immissionstechnik (Luft)­
  • Landschaft
  • Naturschutz (Tiere und Pflanzen)
  • Örtliche Raumplanung
  • Überörtliche Raumplanung
  • Schallschutztechnik
  • Umweltmedizin
  • Verkehrstechnik
  • Wasserbautechnik
  • Wildökologie

(Zusammenfassung aller Fachbereiche siehe UVP-Gesamtgutachten S. 131)

Trotz einer eindeutig nachgewiesenen Verschlechterung im Bereich Immissionen und einer enormen Verkehrsbelastung während der rund 3-jährigen Bauzeit, wurde unverständlicher Weise gerade der Bereich „Gesundheit und Wohlbefinden“ als positiv bewertet. Die Schadstoffe von 2 Millionen Liter Diesel würden allein durch den erhöhen LKW-Verkehr in die Luft geblasen. Trotzdem konnte der Gutachtachter keine gesundheitliche Gefährdung oder Belästigungen für die AnrainerInnen erkennen.

Durch die Bewertung der Landesgutachter ist endgültig klar, dass der Bau einer Staustufe nicht umweltverträglich sein kann. Er könnte nur noch über ein weiteres Ausnahmeverfahren bewilligt werden. Dies bedeutet, dass man trotz der vielen Verschlechterungen für Graz dem Kraftwerk eine Ausnahme vom Verschlechterungsverbot erteilen würde.
Schon die Staustufen in Gössendorf und Kalsdorf durften nur aufgrund dieser Ausnahmegenehmigung gebaut werden. Auch im bis heute nicht abgeschlossenen Verfahren in Gratkorn könnte nur eine Ausnahme zu einer Baubewilligung führen.

Für „Rettet die Mur“ ist klar: Diese Ausnahme darf nicht zur Regel werden!


Mündliche Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der Staustufe Graz am 14. und 15. März

Ort: Seifenfabrik Liebenau
Treffpunkt: 08:00 Uhr
Beginn der Verhandlung: 09:00 Uhr

Die Verhandlung ist nicht öffentlich und nur für direkt betroffene NachbarInnen* zugänglich sowie für Einzelpersonen bzw. Initiativen, die im Vorfeld dazu autorisiert wurden.
„Rettet die Mur“ hat als Bürgerinitiative Parteienstellung im Verfahren und wird gemeinsam mit ca. 20 Organisationen und NGO´s bei der Verhandlung vertreten sein.

Das Veranstaltungsgelände der Verhandlung ist die Seifenfabrik. Dort treffen sich die TeilnehmerInnen am Mittwoch um 8:00. Hier können die Initiativen vor Beginn der Verhandlung unterstützt werden.

(*Nachbarn/Nachbarinnen: Als Nachbarn/Nachbarinnen gelten Personen, die durch die Errichtung, den Betrieb oder den Bestand des Vorhabens gefährdet oder belästigt oder deren dingliche Rechte im IN- oder Ausland gefährdet werden könnten, sowie die Inhaber/Inhaberinnen von Einrichtungen, in denen sich regelmäßig Personen vorübergehend aufhalten, hinsichtlich des Schutzes dieser Personen; als Nachbarn/Nachbarinnen gelten nicht Personen, die sich vorübergehend in der Nähe des Vorhabens aufhalten und nicht dinglich berechtigt sind; hinsichtlich Nachbarn/Nachbarinnen im Ausland gilt für Staaten, die nicht Vertragsparteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind, der Grundsatz der Gegenseitigkeit.)

Wir freuen uns auf eure Unterstützung
mit lieben Grüßen, euer „Rettet die Mur“-Team

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