Das BMF reagiert: Umsatzsteuerpflicht für ehrenamtliche Entschädigungen auf Anfang 2013 verschoben!

Foto: Maik Meid

Wie die Webseite verein-aktuell.de in ihrem heutigen Newsletter meldet, kommt derzeit Bewegung in die Frage, ob und wie Vergütungen bzw. Entschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten von der Umsatzsteuer erfasst werden.

Auf der Webseite heißt es dazu unter anderem:

Die Vereins- und Verbandspraxis wurde gleich zum Jahresanfang 2012 mit Neuvorgaben durch das Bundesfinanzministerium zum Anwendungsbereich des § 4 Nr. 26b EStG (BMF-Schreiben v. 2.1.2012, BStBl 2012 I S.64) überrascht: Das Umsatzsteuergesetz sieht grundsätzlich vor, dass angemessene pauschale Vergütungen für ehrenamtliche Tätigkeiten als Auslagenersatz und Zeitversäumnis umsatzsteuerbefreit sind.

Zur Kernfrage, was noch als angemessen gilt, hatte hierzu das BMF über eine Änderung des USt-Anwendungserlasses vorgegeben, dass auch pauschale Vorstand-Vergütungen im Ehrenamt weiterhin umsatzsteuerfrei bleiben, wenn die gesamten Vergütungen beim Empfänger pro Jahr nicht mehr als 17.500 € betragen, auch der Stundensatz sich höchstens auf 50 € je Tätigkeitsstunde beläuft.

Dabei ist der tatsächliche Zeitaufwand nunmehr zu dokumentieren. Das größere Problem liegt zudem in der Festlegung, dass für den Fall einer vom tatsächlichen Zeitaufwand unabhängig weiterhin gezahlten pauschalen bzw. monatlich oder jährlich abgerechneten Pauschalvergütung sämtliche für ehrenamtliche Tätigkeiten gezahlten Vergütungen – auch soweit sie daneben in Auslagenersatz oder einer Entschädigung für Zeitaufwand bestehen – künftig der Umsatzsteuer unterliegen sollen.

Diese für die Besteuerungspraxis neuen Grundsätze sollten zudem bereits für Umsätze gelten, die nach dem 31.3.2012 ausgeführt werden.

Quelle und weiterlesen: http://www.verein-aktuell.de/vereinsrecht-organisation-fuehrung/mitarbeit-ehrenamt/das-bmf-reagiert-umsatzsteuerpflicht-fuer-ehrenamtliche-entschaedigungen-auf-anfang-2013-verschoben

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