Pressemitteilung zum Thema Krabbenfischerei

Pressemitteilung von Cornelia Behm, Sprecherin für Ländliche Entwicklung und für Waldpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 10. Mai 2012

Schwarz-gelb weiter ohne Konzept für die Krabbenfischerei

Krabbe

Foto: EB Morse (ebmorse)

„Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat über die Förderung der Gründung einer gemeinsamen Erzeugerorganisation der deutschen Krabbenfischer hinaus nach wie vor kein Konzept und keine Motivation, um die strukturellen Probleme der deutschen Krabbenfischerei anzugehen. Das machen die Antworten der Bundesregierung auf meine mündlichen und schriftlichen Fragen zur Unterstützung der Krabbenfischerei einmal mehr sehr deutlich. Stattdessen sieht sie offenbar keine wirkliche Krise der deutschen Krabbenfischerei.“ Mit diesen Worten kritisierte die Fischereipolitikerin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Behm, die Antworten der Bundesregierung.

„Wenn man die deutsche Krabbenfischerei unterstützen und etwas für ihre Umweltverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit tun will, dann wäre es notwendig, sowohl im Bereich der Förderpolitik als auch der Fischereiforschung zu handeln,“ stellt Behm fest. „Aber in beiden Feldern ist die Bundesregierung viel zu passiv.“

„So verweist die Bundesregierung zur Frage nach Fördermöglichkeiten für die Krabbenfischeri ausschließlich auf vorübergehend gezahlte Sozialprämien und die Ausweitung der entsprechenden prämienbegünstigten Stillliegetage. Zur Überwindung von strukturellen Nachteilen wäre aber die Förderung von Investitionen nötig! Nur so könnte sie der Branche nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft unter die Arme greifen!“ sagte Behm.

„Aber die Bundesregierung sieht offenbar nicht die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit und auch die Umweltverträglichkeit der Krabbenfischer durch eine verbesserte Investitionsförderung zu stärken. Dementsprechend ist sie auch nicht bereit, den Mindestbetrag der zuschussfähigen Gesamtausgaben herabzusetzen, die von Krabbenfischern als erhebliche Beschränkung ihrer Möglichkeit, Fördermittel in Anspruch zu nehmen, angesehen wird. Forderungen für die Verhandlungen zum Europäischen Meeres- und Fischereifonds, die der Krabbenfischerei zugute kommen könnten, nennt sie auch nicht.

Lediglich im Bereich der fischereitechnischen Forschung verweist sie auf Aktivitäten im Bereich der Pulsfischerei. „Das reicht aber nicht aus. Denn wir brauchen darüber hinaus technische Verbesserungen beispielsweise zur Verringerung der Beifänge der Krabbenfischerei.“

Pressemitteilung Förderung der Krabbenfischerei vom 10.05.2012
Antwort mündliche Fragen Förderung der Krabbenfischerei vom 09.05.2012
Antwort schriftliche Fragen Krabbenfischerei vom 04.05.2012

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