Reform bei der Erlangung eines Sportbootführerscheins

Die seit dem Jahr 2011 geführten Diskussionen bezüglich der Erlangung und PS-Freigrenze von Sportbootführerscheinen tragen nun erste Früchte.

Seit dem 1. Mai 2012 sind zumindest die Prüfungen vereinheitlicht und vor allem modernisiert (unter anderem Umstellung der Prüfungsfragen auf das multiple-choice – Verfahren) worden.

Auf der Webseite des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) heißt es dazu unter anderem:

Das Bundesverkehrsministerium hat die theoretische und praktische Prüfung für die Sportbootführerscheine vereinfacht. Überflüssige und praxisferne Wissensfragen wurden gestrichen, wichtige neue Aspekte, wie der Umweltschutz wurden integriert. Die schriftlichen Prüfungsaufgaben wurden auf ein modernes Antwort-Auswahl-Verfahren umgestellt. Durch die Weiterentwicklung des modularen Systems wird die Anrechnung bereits abgefragten Prüfungswissens ermöglicht. Bei der praktischen Führerscheinprüfung werden vor allem die Übungen zur Sicherheit an Bord verstärkt. Denn nur das sichere Beherrschen von Notsituationen kann Leben retten. Die ersten Führerscheinprüfungen nach den neuen Vorgaben werden ab dem 01. Mai 2012 abgenommen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat den Deutschen Motoryachtverband e.V. (DMYV) und den Deutschen Segler-Verband e.V. (DSV) damit beauftragt, in Deutschland die Prüfungen zu den amtlichen Sportbootführerscheinen durchzuführen. Weitere Informationen zu den einzelnen Führerscheinen erhalten Sie beim DMYV sowie beim DSV.

Quelle und weiterlesen: BMVBS

Der ADAC e.V., der dem Angler zunächst nicht unbedint als Mitstreiter einfallen würde, schreibt dazu auf seiner Webseite unter anderem folgendes:

Der ADAC spricht sich weiterhin dafür aus den Einstieg in den Wassersport zu erleichtern, ohne dabei die Sicherheit auf den Wasserstraßen zu gefährden. So unterstützt der ADAC gegenwärtige Bemühungen seitens der Regierungsfraktionen CDU/CSU und FDP, weitere Verbesserungen im Sportbootführerschein-System zu forcieren.
Dabei geht es um folgende Stichworte:

  • Prüfung einer Führerscheinpflicht ab 11,4 KW (15 PS).
  • Festlegung von Mindeststandards für Ausbildungsstätten und Erhebung von verpflichtenden Curricula zu den einzelnen Sportbootführerscheinen.
  • Weiterer Ausbau des modularen Prinzips unter Einbeziehung der Inhalte Funkzeugnis und Pyroschein.
  • Die Ausweitung der Charterscheingebiete für Hausboote, verbunden mit einer verstärkten Kontrolle bei der Einweisung von Charterkunden.

Quelle und weiterlesen: ADAC

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