LANUV NRW empfiehlt auf den Verzehr von Aalen wegen der Belastungsgefahr zu verzichten

Aale

Foto: Peter Harrison

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) hat mit einer Presseerklärung vom 16.07.12 wegen der zu erwartenden Belastung mit Dioxinen und polychlorierten Biphenyle (PCB) bei Aalen aus einigen Flüssen in Nordrhein-Westfalen vorsichtshalber zu einem Verzicht auf den Verzehr von Aalen geraten.

Der Aal ist durch seinen hohen Fettgehalt besonders anfällig für diese Belastungen. Die Aal-Proben der Landesbehörde stammen überwiegend aus den Unterläufen einiger Flüsse in NRW und basieren auf Stichproben. Nicht in allen Gewässern und Gewässerabschnitten waren die Grenzwerte überschritten. Es bleibt auch offen, wie die Belastungssituation z.B. in kleineren Flüssen und anderen Gewässern aussieht.

Solange noch keine weiteren Befunde vorliegen, bleibt es in der Eigenverantwortung eines jeden Anglers, wie er mit einem Aal, den er außerhalb der vom LANUV dargestellten Belastungskulisse gefangen hat, umgeht. Einen Verzehr von Aalen innerhalb der Belastungskulisse (insbesondere Unterläufe der Flüsse in NRW) kann der RhFV aufgrund seiner Vorsorgepflicht für die Mitglieder vor dem Hintergrund der aktuellen Befunde nicht empfehlen.

Für den Rhein in NRW hatte die Rheinfischereigenossenschaft bereits seit längerem einen Verzehrverzicht für Aale empfohlen. Auch in den benachbarten Niederlanden wird vom Verzehr der Flussaale schon länger abgeraten.

Quelle: Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.

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